Immer schön sauber bleiben – Wie oft man Bettwäsche, Handtücher und Taschen waschen sollte Jul24

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Immer schön sauber bleiben – Wie oft man Bettwäsche, Handtücher und Taschen waschen sollte

Hygienespüler, Desinfektionstücher, Hygieneputzmittel – wir Deutschen mögen es gerne sauber und meinen zu oft, alles mit Spezialreinigern behandeln zu müssen. Dabei sind die meisten dieser Mittel wegen ihrer Inhaltsstoffe eher ungesund und dazu auch noch überflüssig. Wer seine Sachen regelmäßig ganz normal wäscht, kann darauf verzichten. Haut, Atemwege und Umwelt werden es danken.

HANDTÜCHER
Spätestens nach dem dritten Mal waschen: Wer sich nach dem Duschen abtrocknet, lässt nicht nur das Wasser vom Körper im Handtuch verschwinden, sondern auch jeder Menge abgestorbener Hautschüppchen. Die finden auf dem dann feuchten Tuch einen wunderbaren Nährboden, um ein Eigenleben zu entwickeln. Darum ist auch wichtig, Handtücher nach dem Benutzen gut durchtrocknen zu lassen – also unbedingt entfaltet aufhängen und nicht einfach unordentlich irgendwo hinlegen. Für empfindliche Gesichtshaut sollten eigene Handtücher benutzt werden, sonst reibt man beim Abtrocknen jede Menge Unreinheiten in die Haut.

GESCHIRRTÜCHER
Alle ein bis zwei Tage wechseln: Spüllappen und Geschirrtücher sind ständig mit Feuchtigkeit und Essensresten in Kontakt – also der ideale Nährboden für Erreger aller Art. Der TÜV Süd hat mal genauer hingeschaut und herausgefunden, dass sich bis zu vier Millionen Mikroorganismen in einem Milliliter Wasser aus einem Spüllappen befinden. Sind die Temperaturen draußen dann noch entsprechend hoch, können diese Küchenkeime zu Magen-Darm-Infektionen führen. Küchentücher darum spätestens nach zwei Tagen austauschen und bei 60 Grad waschen.

NACHTWÄSCHE
Jede Woche waschen: Der Durchschnittseuropäer wechselt seine Schlafsachen etwa alle zwei Wochen. Laut Experten ist das zu selten. Sie stehen in direktem Hautkontakt, die Mischung aus Schlafwärme, Hautschuppen und Schweiß bildet schon nach zwei Nächten ein großartiges Klima für Bakterien und Keime, die Hautinfektionen auslösen können. Darum raten Experten dazu, Schlafwäsche maximal nach einer Woche zu wechseln. Am besten schon nach vier Nächten.

BETTWÄSCHE
Alle drei Wochen wechseln: Wer seine Nachtwäsche regelmäßig wechselt, muss die Bettwäsche dann im Schnitt nur alle drei Wochen waschen. Wer nachts allerdings sehr stark schwitzt oder nackt schläft, sollte dies schon wöchentlich tun. Damit alles richtig sauber wird, alles bei 60 Grad in die Maschine, dazu Vollwaschmittel benutzen. Auf Weichspüler sollte man laut Experten lieber verzichten. Er vermindert die Saugfähigkeit der Wäsche. Außerdem können die darin enthaltenen Duftstoffe Kopfschmerzen und Allergien auslösen.

SOFA-KISSEN
Alle sechs Wochen: Sofa-Kissen und Decken werden meist sehr strapaziert. Der Kopf, der eben noch am Kinosessel gelehnt hat, landet darauf ebenso wie die Hose, mit der man schon ein paar mal in der Bahn gesessen hat. Darum der Expertenrat: Spätestens alle sechs Wochen ab in die Waschmaschine. Das Schonprogramm mit Feinwaschmittel macht sie wieder duftig.

BH

Nach dem vierten Tragen: BHs müssen nicht so oft gewaschen werden wie Höschen oder Hemdchen. Nach dem vierten Einsatz sind sie dann aber auch mal dran. Dazwischen gönnt man ihnen am besten immer mal einen oder zwei Tage Pause und lässt sie gut lüften. Gewaschen werden sie am besten von Hand in lauwarmem Wasser mit mildem Waschmittel. Oder durch ein Wäschenetz geschützt im Schonwaschgang bei 30 Grad. Unbedingt vorher alle Haken schließen.

ROUGE-PINSEL
Jede Woche reinigen: Schminkreste, Hautschuppen, Fett, Dreck vom Tag wenn man abends nochmal schnell nachschminkt: Rougepinsel leben. Damit das, was sich darin alles sammelt keine Entzündungen auf der Haut auslöst, den Pinsel möglichst jede Woche reinigen. Am besten mit einem milden Haarshampoo vorsichtig auswaschen, mit lauwarmem Wasser gut ausspülen, Restfeuchte vorsichtig in ein sauberes Tuch drücken und dann an der Luft vollständig trocknen lassen.

HANDTASCHE
Spätestens alle zwei Wochen reinigen: Man möchte es eigentlich gar nicht so genau wissen – aber: In einer Handtasche tummeln sich meist mehr Keime als auf einer häufig benutzten Toilettenbrille. Darum sollten zumindest Taschen, die täglich im Einsatz sind, spätestens alle zwei Wochen mal ganz ausgeräumt, ausgeschüttelt oder ausgesaugt und mit feuchten Tüchern ausgeputzt werden. Taschen aus Kunstmaterial können auch im Schonwaschgang bei 30 Grad in die Waschmaschine.