Glutenfrei grillen

Steigen die Temperaturen, wird auf Terrasse oder Balkon in Windeseile den Grill angeworfen. Geruch und Geschmack von Gegrilltem begleiten uns durch den Sommer und tragen mit dazu bei, dass die warme Jahreszeit zur Genusszeit wird. Schwierig kann es allerdings für Menschen mit Gluten- und Weizenunverträglichkeit, der so genannten Zöliakie, werden. Das Klebereiweiß Gluten löst bei ihnen eine Entzündung des Dünndarms aus. Das kann zu Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen, aber auch zu Mangelerscheinungen, Müdigkeit oder Gewichtsabnahme führen. Damit das nicht passiert, müssen Betroffene bei ihrer Ernährung auf vieles achten – auch beim sommerlichen Grillen. Denn Gluten versteckt sich nicht nur in Getreideprodukten wie Brot, sondern auch in Wurst, Gewürzmischungen, Ketchup und vielen Grillsoßen. Aber deshalb gleich auf alles verzichten? Das muss nicht sein.

Die gute Nachricht: Fisch, Fleisch und Gemüse sind glutenfrei – zumindest, wenn sie vorher noch nicht bearbeitet oder mariniert wurden. Also am besten immer unverarbeitete Lebensmittel für den Grill kaufen. Fleisch statt Wurst, und die Würzmarinade immer selbst herstellen. Damit geht man auf Nummer sicher, dass keine unangenehmen Überraschungen enthalten sind.

Der Nudelsalat gehört zu den beliebtesten Grillbeilagen der Deutschen. Da klassische Nudeln viel Gluten enthalten, stehen sie bei Zöliakie-Betroffenen auf der Verbotsliste. Aber es gibt schmackhafte Alternativen. Glutenfreie Nudeln zum Beispiel, oder ein würziger Kartoffelsalat. Und wer mal etwas Neues probieren möchte, kann zu anderen, gesunden Sattmachern greifen. Gerösteter Buchweizen etwa schmeckt leicht nussig und passt, kombiniert mit Erdbeeren und Rucola, ideal zu sommerlich-frischen Gerichten. Übrigens: Auch wenn der Name anderes vermuten lässt: Buchweizen ist nur ein Pseudoweizen und nicht mit den klassischen Getreidesorten verwandt.

Zu einem zünftigen Grillabend gehört für viele auch ein kühles Bier dazu. Das macht Menschen mit Glutenunverträglichkeit jedoch zu schaffen. Vor allem Weizenbier ist ein Stressgarant für den Darm, weil es besonders viel Gluten enthält. Als alternative Getränke eignen sich zum Beispiel Wein, Sekt oder Saftschorlen. Wer aber gar nicht auf das kühle Blonde verzichten mag, findet in vielen Supermärkten mittlerweile auch glutenfreies Bier.