Cooler laufen


Im Winter draußen Sport treiben? Klingt nicht gerade verlockend. Kein Wunder, dass viele von uns sich deshalb lieber einigeln und ihre Zeit mit einer Tasse Tee, einer warmen Decken und einer guten Serie auf dem Sofa verbringen. Doch wer im Winter faulenzt, verliert nicht nur Kondition, sondern verpasst auch einiges. Denn gerade im Winter kann Laufen besonders viel Spaß machen. Anders als im Sommer sind die schönsten Joggingstrecken nicht überfüllt, außerdem ist die Luft schön klar. Man muss beim Winterjogging nur ein paar Dinge bei der Ausrüstung sowie vor und während des Laufens beachten:

DIE KLEIDUNG
Absolut tabu sind Klamotten aus reiner Baumwolle. Sieht zwar cool aus, mit grauer Jogginghose und Kapuzensweater loszulaufen, gut ist es aber nicht. Der Stoff saugt sich schnell mit Schweiß voll, der dann in der kalten Luft auskühlt – schon droht eine Erkältung. „Man sollte auf jeden Fall Funktionswäsche nutzen, die den Schweiß gut abführt“, sagt Unfallchirurg Dr. Alexander Rübberdt. Eine Mütze ist bei Minusgraden Pflicht, um am Kopf nicht auszukühlen, ein Schal oder ein Buff können den Hals schützen. Handschuhe sind ebenfalls wichtig, da die Hände beim Laufen schnell kalt werden können. Wer aber auf eine gute Ausrüstung achtet, braucht sich keine Sorgen zu machen. „Laufen ist grundsätzlich erstmal immer gesund, auch im Winter“, sagt Dr. Rübberdt. „Außer natürlich man ist verletzt, krank oder erkältet.“

DIE SCHUHE
Sie sind das wichtigste Werkzeug des Läufers. Auch im Winter gilt: Laufschuhe sollten immer individuell angepasst werden. In guten Sportschuhgeschäften gibt es eine Laufberatung. Dabei wird gemessen, wie du auftrittst, den Fuß abrollst und ähnliche Dinge. Zu deinem Laufstil werden dir dann die passenden Schuhe empfohlen. Wenn nicht gerade Schnee liegt, kannst du auch im Winter mit normalen Joggingschuhen eine Runde drehen. Wenn doch Schnee liegt, gilt besondere Vorsicht. Hilfreich sind dann Laufschuhe mit Trekking-Sohle. Sie geben mehr Grip und verhindern so eher ein Ausrutschen. Wenn es eisig und glatt ist, sollte man aber besser gar nicht laufen gehen. Außer auf dem Laufband im Fitnessstudio.

VOR DEM LAUFEN
Überleg dir vorher, welche Strecke du laufen möchtest. Um den Körper nicht kalt werden zu lassen, solltest du lieber häufiger eine kurze statt einer langen Runde laufen. Gerade im Winter ist es zudem notwendig, sich gut aufzuwärmen. Lockeres Dehnen und Stretching gehören zum Pflichtprogramm vor dem Laufen. Außerdem tut es dem Körper gut, schon im Hausflur ein wenig auf der Stelle zu laufen, ehe es richtig losgeht. So kommen Körper und Muskeln auf Temperatur und sind einsatzbereit, wenn du losjoggst.

WÄHREND DES LAUFENS
Im Winter ist es früh dunkel. Reflektoren an Jacke und Hose sind ratsam, besonders wenn man in der Stadt unterwegs ist und häufiger mal eine Straße überqueren muss. Wer lieber in der Natur unterwegs ist, sollte zwingend eine Stirnlampe tragen, um immer genug vom Weg zu sehen. Sollte während des Laufens plötzlich Schnee fallen, hilft es, den Laufstil anzupassen. Lieber kleinere Schritte machen, so ist es einfacher, die Balance zu halten, wenn man plötzlich eine glatte Stelle erwischt.