Sommer, Sonne, Sonnenschein!

Endlich ist Sommer. Und endlich geht‘s ab in die Sonne – ob vor der eigenen Tür oder in der Ferne. Die Tage sind lang, hell und warm. Kaum ein Mensch, dem das nicht gefällt und gut tut. Aber der Sonnenschein hat auch seine Schattenseiten. Wir fassen zusammen: vom Nutzen und Schaden der Sonnenstrahlen.

Sommer ist schön. Das Aufstehen fällt sehr viel weniger schwer als im Winter, man kann sich draußen bewegen und Spaß haben. Man braucht nur ca. ein Drittel der Klamotten, alles fühlt sich freier an und leichter. Dass wir so aufleben, wenn die Sonne wieder länger scheint, liegt nicht nur am gehobenen Party-Faktor der Sommerzeit. Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass Sonnenlicht erheblich erhebende Auswirkungen auf unsere Psyche hat.

Außerdem braucht unser Körper dringend Vitamin D. Das ist ein Tausendsassa unter den Vitaminen und wird zu 90 % durch Sonneneinstrahlung auf unsere Haut gebildet. Eine Liste jener Gebrechen, die bei Vitamin D-Mangel drohen, ist lang. Beschränken wir uns auf die Sonnenseiten: Vitamin D ist gut für das Immunsystem, für die Knochenbildung, die Nerven, fürs Hirn, fürs Zahnfleisch und für die Kochen. Man stürzt weniger und lebt allgemein länger.

Die UV-Anteile im Sonnenlicht helfen auch Menschen mit Neurodermitis. Kommt die Haut mal wieder an die Sonne, lässt das Licht Entzündungen abheilen und lindert den fiesen Juckreiz.

Doch Obacht. Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass zu viel Sonnenlicht der Haut sehr schadet. Jene UV-Strahlung, die, in sinnvollen Mengen genossen, Neurodermitikern Linderung verschafft, schädigt jede Haut, wenn sie ihr zu lange und ungeschützt ausgesetzt ist. Die unmittelbare Folge kennen wohl alle von uns, den Sonnenbrand. Bei Sonnenbrand schädigen die UVA- und UVB-Strahlen des Sonnenlichts die Haut. Sie reizen die obere Hautschicht, die Folge ist eine Entzündungsreaktion, der Sonnenbrand. Während die UVA-Strahlung noch tiefer eindringt und durch Schädigung der tiefer liegenden Hautschichten auf Dauer die vorzeitige Alterung der Haut auslöst, knallt die kurzwellige UVB-Strahlung richtig rein und kann unter Umständen die DNS der Hautzellen verändern und so den Hautkrebs auslösen.

Der Schutz vor solchen Gefahren ist bekannt: Sonnencreme, und den Körper nicht so lang in die pralle Sonne halten. Den Schutz, den Sonnencremes, Öle und Milchlotionen bieten, sollte man allerdings nicht unterschätzen.

Es gibt zwei verschiedene Funktionsweisen von Sonnenschutz in Sonnencremes, die chemische und die physikalische. Bei chemischen Sonnencremes zieht der Wirkstoff in die Haut ein, bildet einen Filter und wandelt die gefährliche UV-Strahlung in harmlose Infrarotstrahlung um. Diese Cremes sollte man 30 Minuten einwirken lassen, bis man in die Sonne geht. Physikalische Sonnencremes wirken auf der Haut, sie reflektieren die schädliche Strahlung durch eine Vielzahl winziger „Spiegel“, bestehend aus Metalloxiden. Diese bilden dann einen weißen Film auf der Haut. Bei Menschen mit empfindlicher Haut und Kindern wird in der Regel eher zu den physikalischen – oder auch mineralischen – Schutzpräparaten geraten, da sie nicht in die Haut eindringen, weniger Chemie aufweisen, Feuchtigkeit spenden und sofort wirken. Jeder Hauttyp verfügt über eine eigene „Eigenschutzzeit“, also die Zeit, die man sich in der Sonne aufhalten kann, ohne sich einen Sonnenbrand zu holen. Der Lichtschutzfaktor der Sonnenschutzmittel erhöht diese Eigenschutzzeit entsprechend, man multipliziert die beiden einfach. Im Internet gibt es inzwischen reichlich Seiten, anhand derer man seinen Hauttyp ermitteln kann. Da dies aber ein wichtiges Thema ist, möchten wir gerne auf die Seite www.hautkrebs-screening.de aufmerksam machen. Dort sind viele interessante Fakten und Hinweise, und gibt man bei „suchen“ das Wort „Hauttyp“ ein, bekommt man einen guten Überblick über Hauttypen und ihre Eigenschutzzeiten.