Bei dir piep´s wohl

Oder es pocht, brummt, zischt, rauscht oder knackt: Ein Tinnitus kann in vielerlei akustischer Gestalt daherkommen. Doch was löst dieses mysteriöse „Klingeln in den Ohren“ (so lässt sich die lateinische Bezeichnung übersetzen) aus? Und wie wird man es wieder los?

Die Antworten auf diese Fragen sind gar nicht so leicht zu geben, denn bei vielen Aspekten, die diese „Krankheit“ betreffen, tappt die Wissenschaft noch im Halbdunkeln. Fest steht: Laut mehrerer Studien sollen bis zu 25 % der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal von Tinnitus betroffen sein. In der Hauptsache tritt er zwar eher im zweiten Lebensabschnitt auf, aber auch bei jungem Volk kann es zu ungebetener Geräuschentwicklung im Ohr kommen.

Objektiv oder Subjektiv?
Bei Tinnitus nehmen die Betroffenen Geräusche wahr, die nicht von außen kommen. Man unterscheidet zwischen dem „subjektiven“ Tinnitus und dem sehr viel selteneren „objektiven Tinnitus“: Beim objektiven Tinnitus werden im Köper tatsächlich Schwingungen erzeugt, die von außen messbar sind. Hierbei gibt es für die Geräusche eine klare Ursache (z. B. eine Gefäßverkalkung, ein Krampf des kleinen Mittelohrmuskels, Bluthochdruck oder ein Tumor), die behandelt werden muss. Viel häufiger kommt jedoch der subjektive Tinnitus vor. Hier sind die Ohrgeräusche äußerlich nicht messbar, was aber nicht heißt, dass sie eingebildet sind! Die Ursachen für diese Störung können vielfältig sein: Ein normaler Schnupfen kann das ungeliebte Piepen ebenso auslösen wie Fremdkörper im Gehörgang, Muskelverspannungen im Kieferbereich, bestimmte Medikamente oder extremer Lärm.

Ganz wichtig deshalb bei Ohrgeräuschen, die länger als 24 Stunden anhalten: Ab in die Arztpraxis!
Denn nur euer Arzt oder eure Ärztin können entscheiden, welche Behandlungsmethode in Frage kommt. Befindet sich der Tinnitus noch in seiner akuten Phase (bis 3 Monate), können z. B. durchblutungsfördernde Medikamente oder Vitaminpräparate in Tablettenform oder intravenös verabreicht werden. Stellt sich nach drei Monaten keine Verbesserung ein, spricht man von einem chronischen Tinnitus. Weitere Behandlungsmaßnahmen können dann z. B. „Rauschgeräte“ umfassen, die vom Tinnitus ablenken oder ihn „verdecken“ sollen. Mit Hilfe von verschiedenen Verhaltenstherapien(Tinnitus-Counseling, kognitive Verhaltenstheraphie, Biofeedback) können die Betroffenen lernen, mit dem Tinnitus besser zu leben und ihm nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Entspannungstechniken und Stressvermeidung spielen hier eine wichtige Rolle, denn es hat sich gezeigt, dass die meisten Betroffenen bei erhöhtem Stresslevel den Tinnitus als umso störender empfinden. Ohne Hilfe kann ein Tinnitus zu einer schweren Belastung werden. Besser also, man bekommt ihn erst gar nicht. Daher jetzt die besten ORANGE-Tipps, um einem Tinnitus vorzubeugen:

1. Schütze deine Ohren vor Lärm!
Zu laute Geräusche sind die Hauptursache für Tinnitus bei Jüngeren. Also: Stöpsel rein, wenn’s richtig laut zur Sache geht!

2. Schütze deine Ohren vor Kälte und Nässe!
Denn sie begünstigen Entzündungen, die wiederum Tinnitus hervorrufen können.

3. Vermeide Stress, entspann dich!
Man nimmt an, dass Stress und andere psychische Belastungen eine große Rolle bei der Entstehung von Tinnitus spielen.

4. Achte auf deine Ernährung!
Denn zu viel Salz, Fett und Zucker begünstigen Gefäßerkrankungen, die wiederum einem Tinnitus förderlich sind.

Kleine Ohrstöpsel-Kunde:

Ohrstöpsel für Konzerte oder den Club
Laute Musik groovt, kann aber ein echter Gehörkiller sein. Das kennt fast jede und jeder vom Discobesuch – danach piept’s schon mal im Ohr. Kein Wunder: Ab ca. 80 Dezibel wird es für unsere Ohren kritisch, in Clubs oder auf Konzerten liegt der Lärmpegel aber bei 90 bis über 120 Dezibel. Viele Hersteller bieten daher „Musikergehörschutz“ an. Das sind Lamellen-Ohrstöpsel, die so konzipiert sind, dass die Lautstärke zwar vermindert wird, das Sounderlebnis aber nicht leidet. Kosten: ab ca. 12 EUR

Ohrstöpsel für Wassersportler
Wassersportler können ihre Ohren mit speziellen Ohrstöpseln schützen, die das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern. Dabei gibt es verschiedene Ausführungen und Formen, häufig aus Silikon oder auch ganz klassisch aus Wachs und Wolle. Kosten: ab ca. 2 EUR

Kapselgehörschutz, a.k.a. Micky Mouse
Wenn’s besonders lange besonders laut wird, hilft eigentlich nur die gute alte Micky Mouse, wie diese Riesen-Kopfhörer auch liebevoll genannt werden. Sie kommen besonders im Arbeitsalltag zum Einsatz. Kosten: ab ca. 4 EUR

Vermittlung von Facharztterminen
Einen Termin beim Facharzt zu bekommen ist oftmals schwierig – überfüllte Praxen und lange Wartezeiten sind keine Seltenheit. Deshalb unterstützt dich die VIACTIV: Wir vermitteln dir einen Facharzttermin. Einfach kostenfrei aus deutschen Netzen anrufen unter 0800 1003884, Mo – Fr von 7.00 bis 22.00 Uhr.0800 1003884, Mo. – Fr. 7.00 – 22.00 Uhr.

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