Hand drauf! Osteopathie hilft alleine durch die händische Bewegung

Hand drauf! Osteopathie hilft alleine durch die händische Bewegung

Osteopathie war ein Geheimtipp, ist mittlerweile aber zum echten Gesundheitstrend geworden. Doch Gesundung allein durch die Hände des Osteopathen – kann so etwas funktionieren?Immer mehr Patienten sind der Meinung: Ja, es kann! Mit Wunderheilung hat diese alternative Therapieform jedoch nichts zu tun.

Die einzigen Behandlungsinstrumente sind die Hände des Therapeuten: Die Osteopathie ist ein manuelles Behandlungskonzept; und sie ist eine ganzheitliche Methode, d. h. die Patienten werden nicht ausschließlich auf ihre einzelnen Symptome hin behandelt. Die Osteopathie betrachtet den Körper nicht als Ansammlung von „Einzelteilen“, sondern sieht den Menschen als Organismus aus verschiedenen, zusammenhängenden Strukturen, die sich gegenseitig beeinflussen. Durch die Verbindung zwischen diesen Strukturen, seien es Muskeln, Organe oder Knochen, können Spannungen und andere Funktionsstörungen übertragen werden – so die Grundidee der Osteopathie. Das führt dazu, dass auch Körperteile, die funktional nicht zusammenhängen, aufeinander einwirken.

Die Behandlung

Am Anfang einer jeden osteopathischen Behandlung steht die Anamnese: In einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten macht sich der Therapeut ein umfassendes Bild des derzeitigen Gesundheitszustandes des Patienten, seiner medizinischen Geschichte und seines beruflichen und sozialen Umfeldes.

Die Diagnose

Ist die Anamnese abgeschlossen, folgt die Stellung der Diagnose: Nur per Hand ertastet der Osteopath Spannungen und Blockaden in den verschiedenen Gewebeschichten.

Die Therapie

Sind die problematischen Körperbereiche lokalisiert, beginnt die eigentliche Therapierung:

Durch sanften Druck werden Spannungen gelöst, Nerven stimuliert und Strömungen wieder in Gang gebracht. Die einzelnen Strukturen erhalten ihre „Bewegungsfreiheit“ zurück und werden in ihrer Selbstheilung unterstützt.

Die Wirkung

Osteopathie wirkt nicht über Nacht. Damit der Körper auf die gesundheitsfördernden Impulse reagieren kann, liegen zwischen den einzelnen Sitzungen jeweils zwei bis drei Wochen. Nach ca. zwei bis vier Behandlungen sollte eine erste spürbare Linderung der Beschwerden bemerkbar sein.

Die Anwendungsgebiete

Durch ihren ganzheitlichen Ansatz ist das Anwendungsgebiet der Osteopathie relativ groß. Bei Problemen des Bewegungsapparats, Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich (z. B. chronischen Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen), Befunden aus der Urologie und Gynäkologie, aber auch bei Verdauungsproblemen und in der Kinderheilkunde kann Osteopathie Erfolge bringen.

Die Kosten

Die Kosten für eine Sitzung liegen, je nach Dauer, zwischen 30 und 90 Euro pro Stunde. Da zur Wirkung von Osteopathie derzeit kaum wissenschaftliche oder klinische Studien vorliegen, ist sie im Leistungskatalog vieler gesetzlicher Krankenkassen nicht enthalten. Einige Kassen allerdings – wie z. B. die VIACTIV Krankenkasse – erstatten Teile der Kosten osteopathischer Behandlungen.

Osteopathie bei der VIACTIV

Wir erstatten Dir für maximal 6 Sitzungen pro Kalenderjahr 90 Prozent der Kosten (pro Sitzung jedoch höchstens 60 Euro). Weitere Infos unter www.viactiv.de/leistungen-tarife/alle-leistungen-im-ueberblick/ausgewaehlte-extra-leistungen/osteopathie